Embedded Linux


Bewährte alte Betriebssystemkonzepte in Verbindung mit hardwarenaher Programmierung - bilden das Zentrum dieses Kurses. Linux ist ein vollwertiges Unix - das heisst, es setzt auf die selben Betriessystemkonzepte auf, die sich seit mehr als vier Jahrzehnten bewährt und weiterentwickelt haben. Linux ist nicht nur ein vollwertiges Unix, sondern auch ein hervorragendes Embedded-Betriebssystem. Es kann mit jeglicher Hardware umgehen, die im Embedded- und Automotive-Sektor vertreten ist. Möglich ist das, indem Linux die altbewährten Konzepte konsequent ausbaut, Hardwareschnittstellen so gestaltet, dass sie sich nahtlos einfügen, und verschiedene Features wie Echtzeitfähigkeit implementiert. Dieser fünftägige Kurs beginnt mit einer Einführung in das Betriebssystem selbst, erläutert die Konzepte hinter Linux, die Programmierung inklusive Werkzeuge, und rundet das Gelernte mit einem "Hardwarebastelworkshop" ab.


Teilnehmerkreis:

  • Embeddedprogrammierer, die sich schon länger fragen, warum Features eines "normalen" Betriebssystems, wie z.B. Multiprocessing, TCP/IP, Dateisysteme, ihnen versagt bleiben oder teuer erkauft werden müssen.
  • Elektroniker, die Devices testen wollen, bevor in ihrer Firma die Hostsoftware soweit ist.
  • Architekten, die ihre Plattformzusammensetzung entscheiden und rechtfertigen müssen. Die Frage "Wieviel Logik stecke ich in externe Hardware, und muss ich das überhaupt?" ist schwer zu beantworten.
Die Teilnehmer sind eingeladen, eigenes Equipment - Lötmaterial, Breadboard, etc. - mitzubringen. Werkzeug und Material ist reichlich vorhanden, jedoch macht es mit dem eigenen wahrscheinlich mehr Spass. Die Bastelei erfolgt mit vorhandenen Raspberry Minicomputern, mit denen sich hervorragend Prototypen erstellen lassen.

Folgende Themen sind Bestandteil dieser Schulung:
  • Linux und die Commandline. Linux ist ein Desktopbetriebssystem. Unter anderem - es ist alles nur eine Frage des vorhandenen Speichers. Das Rasperry ist für Embedded-Verhältnisse mit 512MB reichlich ausgestattet. Ein Desktop ist trotzdem nur mühsam zu betreiben - und ist für ein Embedded-Produktivsystem ohnehin unangebracht. Zurück an die Unix-Anfänge also ...
    • Remote Login mit SSH
    • Grundlegendes: die Shell, Werkzeuge wie sed, grep, find...
    • Diagnose mit Tools wie netstat, top, den Filesystemen procfs und sysfs ...
  • Programmierung. Die altbewährten Unix-Konzepte werden benutzt, um einfache Übungen durchzuführen. Themen sind unter anderem ...
    • Files. Files bzw. Filedeskriptoren sind ein grundlegendes Konzept unter Linux/UNIX.
    • Prozesse. Das zweite Standbein von Linux/UNIX: getrennte Adressräume.
    • Multithreading. Mehrere parallele Abläufe im gleichen Adressraum zu haben, erfordert vom Programmierer einiges an Sorgfalt und Wissen.
    • Netzwerkprogrammierung. Im Grunde sehr einfach (File I/O), bloss sehr breit gefächert. TCP/IP ist nur ein Netzwerk unter vielen, Bluetooth, CAN-Bus, und viele andere Netzwerke sind auch über dieses API zu programmieren.
    • Memory Management. Virtuelles Memory - Shared Memory, Memory-Mapped I/O und weitere Techniken.
    • Realtime. Aus gewissen Szenarien (Steuerungen, Audio, ...) nicht wegzudenken. Auch gefährlich, wenn falsch bzw. zu umfangreich benutzt.
    • Kernel-Konzepte. Wenngleich nicht Hauptthema des Kurses, ist es dennoch sehr nützlich, zu wissen, wie diese Konzepte, die die Programmierung so einfach machen, unter der Haube implementiert sind.
  • Hardware.
    • Das General Purpose IO (GPIO) Subsystem. Schalten von Ausgängen, Abfragen von Eingängen (sowohl über dummes Polling als auch über intelligentes ereignisgesteuertes Programmieren bzw. Interrupts)
    • Mit Mikrocontrollern sprechen. Aufgaben wie z.B. Temperaturmessung, IO-Port Expandierung, Pulse Width Modulation (PWM) etc. werden gerne an externe Hardware ausgelagert, die über dedizierte Protokolle angesteuert wird. Hier wird ein Überblick über die Protokolle und über verschiedene Aspekte der Integration in Linux gegeben. Stichworte:
      • Inter Integrated Circuit (I2C)
      • Serial Peripheral Interface (SPI)
      • Verschiedene Driverframeworks im Kernel
      • CAN-Bus. In Linux hat sich eine sehr nette Infrastruktur entwickelt, die das Protokoll nahtlos in den Netzwerkstack einpasst.


Dozent: Dipl.-Ing. Jörg Faschingbauer

Kurs-Termine:



Preise pro Tag für diesen Kurs:

Hemmenhofen am Bodensee    379,- € ohne MwSt.
in unmittelbarer Nähe von Konstanz und Zürich
Nürnberg 399,- € ohne MwSt.
Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg, Ulm    389,- € ohne MwSt.
Berlin 399,- € ohne MwSt.
München, Frankfurt, Köln 399,- € ohne MwSt.
Unser bestes Angebot:    474,- € ohne MwSt.
Preis pro Kurstag inklusive Übernachtung mit Vollpension im 4-Sterne Hotel Hoeri direkt am Bodensee mit Spa, Sauna, Fitness-Bereich, Swimming-Pool und eigenem Strand am See


Achtung:
Sebstverständlich ist für Sie und uns die Qualität der Schulung an erster Stelle. Aber Bodenseo legt großen Wert darauf, dass auch das Drumherum den gleichen hohen Qualitätsstandards der Schulungen entspricht. So bieten wir in Hemmenhofen am Bodensee ein spezielles Arrangement: Sie zahlen zusätzlich zum normalen Kurspreis 96,- € extra pro Tag und erhalten dafür eine Übernachtung im 4-Sterne-Hotel Hoeri inklusive Vollpension, d.h. am Abend nach der Schulung wartet dann ein viergängiges Schlemmermenu auf Sie. Lassen Sie sich überraschen!
Der Kurspreis beinhaltet zusätzlich:
Schulungsunterlagen

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